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News: Nachlese vom 2. Juistival
Mit dem Auftritt der Abschlussband „The new Hornets“ am Samstagabend ging das zweite Juistival zu Ende. Marketingleiter Thomas Vodde bedankte sich dort nochmal auf der Bühne für die Organisation und leitete langsam das Ende des Juistival ein, welches nächstes Jahr noch früher im Mai stattfindet wird, nämlich von Donnerstag, 06. Mai bis Samstag, 08. Mai 2027.
Am Samstagabend machte die Abschlussband nochmal ordentlich Stimmung auf dem Kurplatz und brachte das Publikum musikalisch zurück in die 90iger.
Was für viele sicher ein Highlight war, war der Auftritt der Band „Kuult“ am Freitagnachmittag, weil sie letztes Jahr doch vermisst wurden. Leider machte das Wetter nicht gut mit, aber die Fans tanzten trotzdem im Regen zu der deutschsprachigen Musik.
Am Samstagvormittag war das Dorf wie leer gefegt, dafür war am Flugplatz wieder gute Stimmung auf dem Vorplatz vor dem Hangar. Besonders gelobt wurde die exzellente Fahrradpark-Anweisung durch Mitarbeiter der Jubi, um Chaos zu vermeiden. Viele Musikfreunde zog es aber in diesem Jahr am Samstag auch ins Loog, denn dort spielte eine Band vor dem „Melange“, welches im Loogster Huus angesiedelt ist. Auch hier herrschte eine sehr gute Stimmung.
Während des gesamten Festes wurde im unteren Oval, beim Maibaum das Merchaindise-Zelt von der IG Einzelhandel Juist e.V. komplett selbstständig betreut. Neben Juistival-Hoodies und T-Shirts gab es noch kleinere Juist-Accesoires vom Verein zu kaufen und eine Ausstellung von Artikel von Juister Einzelhandelsbetrieben zu sehen und die Möglichkeit, sich zu informieren. Die Spielefeuerwehr im Zwischendeichgelände fand wieder bei den jüngeren Gästen viel Anklang. Das kulinarische Angebot vom Nordseehotel Freese war mit einer guten Grillauswahl und Pommes präsent, sowie mehrere Getränkewagen waren immer gut besucht.
Insgesamt schien es aber so, dass nicht so viele Leute dabei waren wie in den Vorjahren. Allgemein war es aber auch auf den anderen Inseln und Küstenbadeorten etwas ruhiger, was sicher auch mit der aktuellen Situation zu tun hat. Sicher wird der eine oder andere sich angesichts der Spritpreise überlegt haben, ob so ein Kurztrip an die Nordsee sein muss, zumal die Wettervorhersagen für das Himmelfahrtswochenende auch nicht so prall waren.
Wer ein Auge auf den Bootshafen geworfen hat, wird dort auch eine geringere Belegung festgestellt haben. Während die Boote sonst in sogenannten „Päckchen“ zuzsammengebunden im Hafen lagen, konnte man diesmal immer noch den einen oder anderen freien Liegeplatz entdecken. Auch hier dürfte sich das kalte Wetter ausgewirkt haben. Die Stammbesucher wissen von früheren Musikfestivals, dass bei kalten Temperaturen alle Bootseigner ihre Heizlüfter oder Radiatoren einschalten, wofür weder die Anlage des SKJ, noch das Versorgungskabel der EWE zum Bootshafen ausreichend dimensioniert ist, so dass es immer wieder zu Stromausfällen kommt. Vor diesem Hintergrund haben dann sicher einige Bootseigner in diesem Jahr ein anderes Ziel gewählt oder sind zuhause geblieben.
Doch wohl viel Licht, ist auch viel Schatten: Unser persönlicher Eindruck bzw. auch die Erfahrungen und Aussagen von andern Insulanern, war, dass natürlich nach den Konzerten viel in den örtlichen Locations weitergefeiert wurden, zum Teil aber kein angemessenes Verhalten an den Tag gelegt wurde. Jeweils am nächsten Tag gab es viel aufzuräumen, neben einer Menge achtlos weggeschmisser Zigarettenstummel fand man viel Gläser, Flaschen und Scherben im und rund ums Dorf. Auch den ein oder anderen Eimer Wasser brauchten man, um die Verschmutzungen der sehr lauten Feiern bis spät in die Nacht weg zubekommen. In den Juist-Gruppen der sozialen Medien wurde zudem angemerkt, dass es auf belieben Wanderwegen wie etwa dem Otto-Leege-Pfad eine große Zahl von „Tretminen“ gab, welche die Halter ihrer Hunde dort nicht entfernten und liegen ließen.
Über eine weitere, leider sehr viel negativere Begleiterscheinung vom Himmelfahrtswochenende werden wir noch in einem gesonderten Artikel berichten.
TEXT und FOTOS: FRIEDERIKE SCHMERMBECK (8), STEFAN ERDMANN (2)

