Juist gilt als ruhige und überschaubare Insel, auf der sich viele Menschen kennen und ein vertrauensvolles Miteinander zum Alltag gehört. Dass es dennoch vereinzelt zu Straftaten kommt, zeigen mehrere Vorfälle, die sich in den vergangenen Wochen ereignet haben. Auch wenn die Zahl der bekannt gewordenen Delikte im Vergleich zu vielen anderen Orten weiterhin gering ist, machen sie deutlich, dass Kriminalität auch vor der Nordseeinsel nicht vollständig Halt macht.
Wie die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund auf Anfrage von JNN bestätigte, ging zu einem Vorfall in der Billstraße eine Strafanzeige ein. Nach Angaben von Pressesprecherin Wiebke Baden nahmen Hausbewohner in der Nacht zum 22. Juni Geräusche sowie flackerndes Licht wahr. Personen konnten im Gebäude jedoch nicht festgestellt werden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde weder etwas entwendet noch beschädigt.
Von einem weiteren Diebstahl berichtete Dr. Martin Birkenfeld gegenüber JNN. In seiner Praxis in der Friesenstraße wurde eine im Empfangsbereich aufgestellte Kaffeekasse entwendet. Nach seinen Angaben nutzte der oder die Täter einen Moment aus, in dem sich niemand im Empfangsbereich aufhielt. Der Arzt selbst befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in der Praxis. Die Kaffeekasse blieb bislang verschwunden.
Auch ein inhabergeführtes Juister Geschäft wurde Ziel eines mutmaßlichen Diebstahls. Nach Angaben des Inhabers ist auf den Aufnahmen der Videoüberwachung zu erkennen, wie eine Frau ein neues Portemonnaie aus der Auslage entnommen haben soll. Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen den geschilderten Vorfällen gibt es nach derzeitigem Kenntnisstand nicht. Verantwortliche konnten bislang nicht ermittelt werden.
Die jüngsten Vorfälle zeigen, dass auch Juist nicht vollständig von Straftaten verschont bleibt. Dennoch besteht kein Anlass, die Sicherheitslage auf der Insel grundsätzlich anders zu bewerten. Juist ist und bleibt ein Ort, an dem das Miteinander, das Vertrauen und die gegenseitige Aufmerksamkeit den Alltag prägen.
TEXT: FRIEDERIKE SCHMERMBECK