Wer das Flugplatzrestaurant auf Juist betritt, steht nicht einfach in einem Gastraum. Die Eingangshalle erinnert mit original Sitzen und Gepäckfächern unmittelbar an das Innenleben eines Flugzeuges, während sich im weiteren Restaurant zahlreiche Details aus der Luftfahrt wiederfinden und den Ort prägen.
Am Flugplatz hat das Restaurant mit dem Start in die Saison wieder geöffnet. Nach längerer Zeit wird es wieder in Eigenregie des Verkehrslandeplatzbetreibers geführt. Verantwortlich ist die Jugendbildungsstätte Theodor Wuppermann e.V, die den Betrieb über ihre Tochter, die Jubi Wirtschaftsbetriebe GmbH, organisiert. Geöffnet wurde zu Ostern, die Saison ist bis Anfang November geplant.
Ein junges, motiviertes Team sorgt nun für den Betrieb am Flugplatzrestaurant. Sasha Thongmalee ist als Restaurantleitung im Service tätig, während Küchenchefin Roma Tyszkiewicz für die Kulinarik zuständig ist. Die Verpflegung der Kursteilnehmer der Jugendbildungsstätte übernimmt neu Frank Hoffmann, die Speisen werden wieder direkt am Flugplatz zubereitet.
Auch kulinarisch befindet sich das Restaurant in der Weiterentwicklung. Aktuell wurde mit einer kleineren Karte gestartet, die Schritt für Schritt erweitert wird. Neben klassischen Gerichten und Tagesempfehlungen gibt es bereits selbstgebackenen Kuchen, zudem wird unter anderem an einer eigenen Currywurst-Kreation gearbeitet. Schon bald wird auch wieder Eis aus einer norddeutschen Eismanufaktur angeboten.
Die Veränderungen zeigen sich vor allem in den Innenräumen. Neben den Elementen in der Eingangshalle finden sich im Restaurant weitere Accessoires aus Flugzeugen. Dazu gehören unter anderem ein Propeller eines Flugzeuges aus dem Zweiten Weltkrieg sowie ein originales Bauteil aus einem Film mit Tom Cruise, an dem er sich in einer Szene in der Luft am Flugzeug festhielt. Kleine Tafeln vor Ort informieren über die Requisiten. Auch die sanitären Anlagen wurden vollständig erneuert und greifen das Thema mit einem Blick in einen strahlenden Himmel gestalterisch auf. „Es ist immer Bewegung drin“, beschreibt die Leitung die Eröffnung und die weiteren geplanten Veränderungen.
Im Saal, der aktuell noch umgebaut wird, soll künftig ein großes Flugzeug unter der Decke hängen. Auch der Außenbereich wird durch eine wetterfeste Überdachung ergänzt, sodass der Aufenthalt bei unterschiedlichen Wetterlagen angenehm sein wird. Darüber hinaus bietet das Restaurant die Möglichkeit, Feiern und Veranstaltungen auszurichten.
Parallel dazu wurde auch das Angebot rund um den Flugplatz erweitert. Bereits jetzt gibt es ein Mobilitätsangebot in Form eines Pedelec-Taxis, mit dem zukünftig bis zu vier Personen befördert werden können. Dieses kann aktuell über die Jubi gebucht werden, auch für Fahrten auf der ganzen Insel. Weitere Fahrzeuge sind geplant, darunter auch ein barrierefreies Modell für Rollstuhlfahrer.
Ziel ist es, die Attraktivität des Flugplatzes und damit auch des Ostendes der Insel zu erhalten und weiter zu stärken, sowohl für Flieger als auch für Insulaner und Besucher aus dem Ort. Gleichzeitig soll der Flugplatz als wichtige Anbindung im Sinne eines Verkehrslandeplatzes bestehen bleiben und attraktiv gestaltet werden. Dazu trägt auch das Flugangebot bei: Mit Scandinavian Air Charter bestehen mehrmals täglich Verbindungen zwischen Norddeich und Juist.
Das Flugplatzrestaurant ist derzeit täglich von 11:00 bis 19:00 Uhr geöffnet, die Küche beginnt ab 11:30 Uhr. Mit dem neu aufgestellten Team, den gestalterischen Veränderungen und ergänzenden Angeboten rund um den Flugplatz zeigt sich der Standort deutlich in Bewegung.
Das Foto oben auf der Startseite zeigt (v.l.n.r.)Fahr Boonpoung, Sasha Thongmales und Roma Tyszkiewicz. Auf dem zweiten Bild Frank Hoffmann, gelernter Koch und zugleich Betreiber von „Frankis Grill“ im Ortskern, der jetzt auch für die Kursteilnehmer der Jubi kocht. Die weiteren Aufnahmen zeigen die Innenräumen vom Restaurant und dem Vorraum.
TEXT UND FOTOS: FRIEDERIKE SCHMERMBECK