Nur 24 Minuten tagte der Bau- und Umweltausschuss am Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus. Einstimmig wurde beschlossen, das Verfahren zur Aufstellung des Angebotsbebauungsplanes Nr. 7 a – er umfasst lediglich das Gebiet, auf dem sich die Häuser „Eckart“ und „Inselhospiz/Haus der Vielfalt“ befinden, fortzusetzen. Zudem wurde beschlossen, das Verfahren zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans für das Bestandsgebäude „Inselhospiz“ derzeit nicht fortzusetzen.
Inzwischen hat die Lippischen Landeskirche aus Detmold nämlich mitgeteilt, dass die bisherige Planung (Dauerwohnraum, Gastronomie, Räume für freie Berufe, leises Handwerk sowie Büro- und Verwaltungsräume) unter Renditegesichtspunkten für sie nicht umsetzbar sei. In Detmold hält man es wünschenswert, Ferienwohnungen in dem Gebäude zuzulassen, was aber den Planungszielen der Inselgemeinde widerspricht. Vor diesen Hintergrund soll das Bebauungsplanvorhaben daher zunächst nicht weitergeführt werden. Ausschussmitglied Björn Westermann (Pro Juist) nannte das ärgerlich, schließlich haben die Verwaltung und die politischen Vertreter schon viel Zeit in das Projekt gesteckt.
Zugleich stimmte der Ausschuss dem Entwurf des Dorfentwicklungsplans Vier Inseln zu, desweiteren wurde die öffentliche Auslegung sowie die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange beschlossen. Thomas Vodde führte in Vertretung für den Bürgermeister aus, dass damit keines der im Plan enthaltenen Projekte in irgendeiner Form genehmigt sei. Dieser Verfahrensbeschluss diene lediglich dazu, die Planungen entsprechend voranzubringen, damit man in der späteren Umsetzungsphase, die am 1. Juli 2026 beginnt, entsprechende Fördermaßnahmen nutzen kann.
Unter den Kenntnisgaben wurde informiert, dass die Baggerung am Hafen und die Pflasterung der Gräfin-Theda-Straße begonnen hätte. Bei der Sanierung vom Wasserturm kam es krankheitsbedingt zu einer Verzögerung, dennoch werden das Projekt pünktlich zum Ende der Bausaison fertig sein. Beendet werden konnten die Kamerabefahrungen der Abwasserrohre durch die Norder Fachfirma Pläsier, die Ergebnisse fließen nun in den Sanierungsplan für die Kanalisation mit ein.
Auf Nachfrage aus der Einwohnerfragestunde informierte Inga Eilts vom Bauamt darüber, dass derzeit die Abstimmungen über die Konditionen mit den Interessenten, die das Objekt „Seeferienheim“ pachten und betreiben wollen, noch laufen.
TEXT: STEFAN ERDMANN