Bereits am vergangenen Montag gegen 12:00 Uhr hat ein Spaziergänger auf der südlichen Wasserseite (Heller) im Westen der Insel den Fund eines Leichnams gemeldet. Dieser ist vermutlich durch die Stürme angespült worden und befand sich bereits in einem starken Verwesungszustand.
Für die Bergung musste die Feuerwehr Juist ausrücken, wie Gemeindebrandmeister Arend Janssen-Visser gegenüber JNN sagte. „Kein schöner Einsatz,“ kommentierte er dieses. Der Fundort befand sich nahe der Straße zur Bill, d. h. der Leichnam muss bei den sturmbedingten sehr hohen Wasserständen angetrieben sein, sonst wäre er nicht soweit auf die Insel getrieben. Zudem herrschte mit südwestlicher Sturmrichtung dort auflandiger Wind.
Es handelte sich nach ersten Erkenntnissen um eine weibliche Person, das teilte Wiebke Baden, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Aurich-Wittmund, auf JNN-Nachfrage mit. „Aufgrund des Zustands können derzeit keine Angaben zur Todesursache und zur Identität der Toten gemacht werden. Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden liegen bislang jedoch nicht vor“, so Baden weiter. Eine Obduktion des Leichnams ist für Mittwoch terminiert.
TEXT: STEFAN ERDMANN