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Heimatverein e.V.: Heimatverein Juist: Der Maibaum muss zum TÜV

Beigetragen von S.Erdmann am 29. Jan 2026 - 19:07 Uhr

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Der Heimatverein Juist führte am Dienstagabend seine Jahreshauptversammlung im Hotel „Friesenhof“ durch. Da in diesem Jahr keine Vorstandsneuwahlen anstanden, nahm vor allem der Rückblick auf das abgelaufene Jahr und die Berichte aus den zahlreichen Untergruppen viel Platz ein.

So informierte der Vorstand darüber, dass man mit rund 50 Personen am Insulanertreffen auf Wangerooge teilgenommen hatte, wofür der Verein die Fahrtkosten übernahm. Am vereinseigenen Insulanerhaus „Siebje“ konnte das gesamte Holz mit frischer grüner Farbe neu lackiert werden. Einen Präsentkorb gab es dazu für Beate Striewe, die nunmehr seit zehn Jahren als Teilpächterin des Hauses dort ihre Handwerkskunst rund um das Glas herstellt und zum Kauf anbietet.

Die Vorsitzende Sylvia Hupens sprach auch die ärgerliche Angelegenheit rund um den 7. Längengrad an, denn im Vorjahr wurde dieses Bronze-Kunstwerk zum zweiten Mal aus dem Fußweg auf dem Deich herausgebrochen und gestohlen. Eine Anzeige sei im Sande verlaufen, an diesem Abend wurde der Nachbau präsentiert, der nun so montiert werden soll, dass ein Diebstahl unmöglich werde. Man freue sich hingegen, dass der Verein ein Kunstwerk des ehemaligen Juisters Bernd F. K. Bunk als Dauerleihgabe erhalten und auf einem Grundstück der Gemeinde aufstellen konnte.

Vorstandsmitglied Jens Heyken berichtete darüber, dass man zusammen mit der Juist-Stiftung gerne den Vorplatz vom Inselmuseum in „Hans-Kolde-Platz“ umbenennen möchte. Die Inselgemeinde war nicht dafür und schlug einen anderen Ort vor, der wiederum beim Heimatverein wenig Anklang fand, so dass in dieser Sache weiter geplant und gesprochen werden muss.

Kassenwartin Silke Endelmann freute sich über einen großen Betrag, den die Untergruppe der Bosselfrauen von der Raiffeisen-Volksbank Fresena als Spende erhielten, ebenso über die Einnahmen der vier „Hut-ab“-Veranstaltungen und eine größere Spende des ehemaligen Vorsitzenden Thomas Koch. Die Haupteinnahmen für den Verein kamen indes im Vorjahr durch die Aufführungen der Theatergruppe „Antjemöh“ herein, denn sie hatten bei insgesamt sieben Vorstellungen mehr als 1.400 Zuschauer.

Inka Extra konnte aus der Volkstanz- und Trachtengruppe vermelden, dass es im Vorjahr zahlreiche Auftritte und 36 Übungsabende gab, und auch die zweite Tanzgruppe im Heimatverein, die Line-Dancer „Crows in Line“ konnten auf ein abwechslungsreiches Jahr mit einer großen Zahl von Auftritten zurückblicken, so Sylvia Hupens.

Aus der Gruppe „Kunst auf Juist“ berichtete dessen Leiter Ted van Melick, dass die Kunstausstellungen im „Haus des Kurgastes“ und „Altes Warmbad“ jetzt auslaufen und Nachfolgeausstellungen in Planung und Arbeit sind.

Der Freundeskreis Inselmuseum teilte durch Hans-Georg Peters mit, dass alle Probleme – der Vorstand war nicht ausreichend besetzt, was das Vereinsgericht (Amtsgericht) bemängelt hatte – ausgeräumt sind und jetzt alles im Vereinsregister offiziell eingetragen ist, womit man voll handlungsfähig sei.

Stefan Erdmann von der Theatergruppe „Antjemöh“ sprach von einer sehr guten Theatersaison im Vorjahr. Neben nun fehlenden Bühnenteilen, die aus Brandschutzgründen entsorgt werden mussten, fehle es vor allem auch an männlichen Spielern. Man habe ein Stück gefunden, welches mit Genehmigung der Autorin umgeschrieben wurde, so dass nur zwei Männer gebraucht werden. Die Proben haben begonnen, laufen allerdings wegen Bauarbeiten im „Haus des Kurgastes“ schwer an. Dennoch sei man zuversichtlich, am 23. März die Premiere von „Alles für die Katz“ von Anita Pastoor präsentieren zu können.

In ihrer Eigenschaft als „Maibaum-Präsidentin“ teilte Schriftführerin Heike Peters mit, dass die Aufstellung und Bewachung durch die NO.PO.NI.RE.AG im Vorjahr gut geklappt hatte. Man habe die Reihenfolge etwas verändert, so übernimmt in diesem Jahr der Segelklub Juist (SKJ) das Maibaumaufstellen, weil er zugleich sein 90jähriges Bestehen feiert. Nachdem im letzten Jahr ein Maibaum auf dem Festland umgefallen war, habe man die Haftungsfrage hinterfragt. Da es sich um eine Veranstaltung der Kurverwaltung handelt, sei diese gegeben, allerdings müsse der Maibaum durch den TÜV abgenommen werden.

Ilka Köhler berichtete, dass die Feier zum 50jährigen Jubiläum der Frauenbosselgruppe „Unner uns Juist“ der Höhepunkt im Vorjahr war, hierzu hatte die Gemeinde als alte Feuerwehrhaus zur Verfügung gestellt. Zudem ging ihr Dank an den „Juister Hof“ als Sponsor und die Feuerwehr/Jugendfeuerwehr für Stemm- und Grillhilfe. Die Erbinnen der verstorbenen Herta Veit hatte ihre ganzen Pokale wieder zur Verfügung gestellt, diese sollen teilweise neu ausgeworfen werden, zudem soll einer in „Herta-Veit-Pokal“ umbenannt werden.

Carsten Poppinga von der Nikolaus-Gruppe lobte besonders den Einsatz der Stutenkerlbäckerei, wo einige Väter wieder die Stutenkerle für die Kinder backten. Er freue sich besonders, dass durch eine Spende des Heimatvereines die Anschaffung einer Knetmaschine möglich wurde und diese Tradition damit weitergeführt werden kann.

Simone Heyken, Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft Loog, berichtete von zahlreichen Festen, sie dankte dem Feuerwehrmusikzug und den Line-Dancern für die alljährliche Mitwirkung. Zudem wurde in diesem Jahr die Tradition des Loogster Neujahreslauf nach langer Zeit erstmalig wieder gepflegt, auch sei mit dem Bau der Boule-Bahn am Loogster Huus begonnen worden, wobei es hier witterungsbedingt einem Stillstand gibt.

Hans-Georg Peters von der NO.PO.NI.RE.AG dankte nochmals, dass der Anglerverein als Untergruppe beim Heimatverein jetzt dabei ist, denn es müssen Reparaturen am Memmertfeuer durchgeführt werden und hierzu können über die Heimatverein Spendenbescheinigungen ausgegeben werden. Höhepunkt bei der NO.PO. war auch im Vorjahr wieder der alljährliche Aufbau einer traditionellen Arge (Reuse) im Frühjahr.

Andreas Arneke von der Gruppe „Alt Juist“, berichtete davon, dass der Platz für das Archiv unterm Dach vom Haus „Siebje“ inzwischen prall gefüllt sei. Höhepunkt im Vorjahr war die Übernahme des gesamten Fotoarchivs von „Foto Brunke“ gewesen. Nachdem der letzten Chef, Walter Brunke, im September 2024 verstarb, haben dessen Kinder nun alles an den Heimatverein übergeben. Da die Firma Brunke rund einhundert Jahre auf der Insel tätig war, habe man sehr viele Schätze der Vergangenheit jetzt im Archiv, viele Negative seien noch auf Glasplatten.

Arneke zeigte zum Ende des Abends noch einige Dinge aus dem Archiv, so einen Film von einer Feier im Hotel „Friesenhof“ aus dem Jahre 1935, zahlreiche Dias und einen Film von Friedrich van Freeden, der ebenfalls viele Jahre bei „Foto Brunke“ tätig war.

Als Termine der nächsten Zeit wurden genannt:

01. März – Gemeinsames Bosseln zur „Domäne Bill“
06. bis 08. März – Insulaner unner sück – Fahrt nach Spiekeroog
21. März – Aktion Saubere Insel
23. März – Theaterpremiere
30. April – Maibaumaufstellen durch SKJ mit Beteiligung der Heimatvereinsgruppen

Unser Foto zeigt die Übergabe des Präsentkorbs für ihr zehnjähriges Firmenjubiläum an Beate Striewe (mitte) durch Hans-Georg Peters (links) und Heimatvereinsvorsitzende Sylvia Hupens (rechts)

TEXT UND FOTO: STEFAN ERDMANN

 
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