Weiter geht es mit dem Dorfrundgang und zehn weiteren Fotos. Eine große Veränderung, die auch Auswirkungen für unsere Gäste haben wird, zeichnet sich in der Gräfin-Theda-Straße ab. Das Restaurant „ForkenHannes“ hat seine Pforten geschlossen, das Haus wird total umgebaut.
In der ersten Hälfte der 70er Jahre wurde in das damaligen Haus „Silesia“ durch Uwe und Helga Worch das Restaurant „Gabeljörge“ eingerichtet. Später übernahm es deren Sohn Jan-Eric und seine Frau Carmen, sie bauten das Lokal um und mit neuem Konzept startete nun der „ForkenHannes“. Damit ist jetzt auch Schluss. „Es geht jetzt ohne Gastronomie weiter, wir bauen um und es sind 13 hochwertige Ferienwohnungen geplant,“ so Jan-Eric Wort gegenüber JNN. Nachdem seine Frau Carmen ernsthaft erkrankt war, hätten sie beschlossen, die zeitintensive Gastronomie aufzugeben, um mehr Zeit für das gemeinsame Leben zu haben, so benannte Worch den Grund für die jetzt anstehenden Änderungen.
Juist verliert mit dem Ende vom „ForkenHannes“ ein weiteres gastronomisches Angebot. Aktueller Stand ist derzeit auch, dass der „Köbes“ erst einmal nicht mehr geöffnet wird, auch für das „Piratennest“ hat sich wohl noch kein neuer Pächter gefunden. Es dürfte also eng werden in der Hauptsaison, wenn es um Plätze für das Abendessen geht.
Unser Foto oben auf der Startseite zeigt den ehemaligen „Forkenhannes“ vor einigen Wochen, als das Haus für die Erstellung der Ferienwohnungen entkernt wurde.
Zu den Fotos 2 und 3: In der Dünenstraße 27, dass ist das Haus neben dem ehemaligen Rettungsschuppen, findet ein Umbau, Modernisierung und Erweiterung statt. Der Bauherr aus Münster will im Obergeschoss eine Ferienwohnung und im Erdgeschoss eine Dauerwohnung einrichten. All diese Infos kommen übrigens vom amtlichen Bauschein, der hier ordnungsgemäß öffentlich zur Straße hin aushängt.
Foto Nr. 4: Und auch auf dem Dünenfriedhof stehen Bauarbeiten an. Vor Weihnachten wurde die dort stehende Kapelle dafür bereits eingerüstet. Die Firma Juist Dach hat den Auftrag für notwendige Dacharbeiten bekommen. Es müssen am Dachstuhl der Kapelle einige Holzschutzmaßnahmen erledigt werden und dann wird im Anschluss das Dach neu eingedeckt.
Die letzten sechs Aufnahmen wurden während der Durchführung einer besonderen Baumaßnahme im Juister Hafen aufgenommen. Die ersten drei Bilder zeigen die Anlieferung des neuen Anlegers für das Juister Rettungsboot. Der alte Schwimmponton war abgängig und zudem zu kurz für die heutigen Rettungseinheiten. (wir berichteten)
Der Ponton stammt von der Firma PONTECH Marina Systeme GmbH aus Torgelow, so Antke Reemts von der Pressestelle der Seenotretter (DGzRS) auf Anfrage. Er wurde auf dem Landweg (per LKW) nach Norddeich gebracht. Dort konnte er per Kran zu Wasser gelassen und nach Juist geschleppt werden. Diese Aufgabe übernahmen am 19. November 2025 die Rettungsboote „Wilma Sikorski“, die zu der Zeit Vertretungsboot auf Juist war, und die „Woltera“ von der Nachbarstation Norderney.
Ein paar Tage später, am 24. November, kam das Arbeitsschiff „Krake“ der Wasserbaureederei Bohlen & Doyen aus Wiesmoor nach Juist, um die alten Pfähle zu ziehen und neue zu setzen. Danach konnte der neue Ponton dort verankert und in Betrieb genommen werden. Er bietet für die Seenotretter einige Vorteile, insbesondere die neue breitere Gangway auf den Steg, weil man jetzt Krankentransporte mit Trage, Rollstuhl etc. sehr viel besser zum Rettungsboot bekommen.
Einige Tage nach der Fertigstellung kam auch das Juister Stammrettungsboot „Hans Dittmer“ wieder nach einem längeren Werftaufenthalt in Bremen nach Juist zurück und konnte seinen Platz am neuen Ponton einnehmen. Die „Wilma Sikorski“ ging erst einmal nach Norderney, um dort die „Woltera“ zu vertreten.
TEXT: STEFAN ERDMANN
FOTOS: STEFAN ERDMANN (9), OLAF HOLLWEDEL (1)